MÖBLIERUNG DER MEISTERHÄUSER

Das Esszimmer der Familie Scheper

Der FÖRDERVEREINS MEISTERHÄUSER verfolgt seit seiner Gründung das Ziel, einzelne Räume in den Meisterhäusern wieder zu möblieren, um so einen stärkeren Einblick in die Lebenswelt der Bauhausmeister zu vermitteln. Viele Möbel der ursprünglichen Ausstattungen sind bis heute erhalten geblieben und befinden sich in öffentlichen Sammlungen oder in Privatbesitz. Anlässlich einer Ausstellung zum Lebenswerk des Bauhausmeisters Hinnerk Scheper (1897-1957) konnte der FÖRDERVEREIN MEISTERHÄUSER 2007 für einige Monate die Esszimmer-Möbel der Familie Scheper am historischen Ort im Meisterhaus Muche präsentieren. Damals entstand der Gedanke, das Esszimmer im Meisterhaus Muche dauerhaft mit einem Nachbau der Scheper-Möbel auszustatten. 

Nach dem Georg Muche, dessen Namen das Haus heute trägt, im Frühjahr 1927 das Bauhaus verlassen hatte, zogen Hinnerk und Lou Scheper mit ihren Kindern als Nachmieter ein. Sie statteten ihr Haus in mehreren Räumen mit Bauhausmöbeln aus. So ließen sie sich u.a. für ihr Esszimmer einen Holztisch mit schwarzem Fuss und weißer Tischplatte von Marcel Breuer anfertigen. Bei den Stühlen griffen die Schepers ebenfalls auf einen Marcel Breuer-Entwurf  zurück. Sie verwendeten für den Esstisch Stahlrohrstühle mit einer blauen Eisengarnbespannung, die vermutlich von der Berliner Firma Standard-Möbel produziert wurden. Heute sind diese Stühle auch als B5-Stühle bekannt. 

Bis Ende 2015 stand der Nachbau der Esszimmer-Möbel der Familie Scheper im Meisterhaus Muche. Seit dem das Meisterhaus wieder als Wohn- und Arbeitsort für Künstlerinnen und Künstler genutzt wird, sind die Möbel nicht mehr zu besichtigen.