SATZUNG DES FÖRDERVEREINS MEISTERHÄUSER

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen FÖRDERVEREIN MEISTERHÄUSER DESSAU e. V. Der Förderverein hat seinen Sitz in Dessau-Rosslau und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dessau eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck und Aufgaben

1. Der Verein verfolgt das Ziel, die Pflege, Wahrung und Entwicklung der Dessauer Meisterhäuser als einmaliges Architekturensemble des 20. Jahrhunderts und Teil der UNESCO-Welterbestätte zu befördern und das Leben und Wirken seiner bedeutenden Bewohner zu dokumentieren.
2. Der Verein will durch Werbung von Förderern und durch persönliches Engagement die Arbeit u.a. durch Veranstaltungen und Ausstellungen, durch die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, durch die Herausgabe von Veröffentlichungen und durch den Erwerb von Kunstwerken fördern.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt in nicht erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
2. Die Mittel dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
3. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person, jede juristische Person des privaten oder öffentlichen Rechts und jede Körperschaften des öffentlichen Rechts werden.
2. Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu erklären und beginnt mit dem Datum der Unterschriftsleistung unter die Erklärung.
3. Von der Mitgliederversammlung können Ehrenmitglieder ernannt werden. Sie haben die gleichen Rechte wie Mitglieder.
4. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Kündigung zum Quartalsende. Ein Anspruch auf Rückzahlung anteiliger Jahresbeiträge bei Austritten im Laufe des Jahres ist ausgeschlossen.
5. Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn es den Interessen des Vereins zuwider handelt oder mit Beitragszahlungen länger als 6 Monate trotz Mahnung im Verzug ist.
6. Der Ausschluss ist dem Mitglied durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen.
7. Mit dem Ausscheiden hat das Mitglied keinerlei Ansprüche auf das Vermögen des Vereins.

§ 5 Beitrag

1. Die Mitgliedschaft nach § 4 verpflichtet zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages.
2. Die nach dem von der Mitgliederversammlung genehmigten Haushaltsplan des Vereins für das jeweilige Geschäftsjahr festzusetzende Ausgaben sind, soweit sie nicht durch Zuwendungen von Bund, Land oder Kommunen gedeckt werden, durch Beiträge der Mitglieder aufzubringen.
3. Die Höhe des Beitrages bestimmt sich nach der Beitragsordnung und ist bis zum 30.06. des laufenden Geschäftsjahres zu entrichten.

§ 6 Organe des Vereins

1. die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

1. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied, auch Ehrenmitglied, eine Stimme.
2. Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle Angelegenheiten des Vereins soweit sie nicht anderen Organen durch die Satzung übertragen sind.
3. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand und die Rechnungsprüfer.
4. Sie beschließt den Haushaltsplan und die Beitragsordnung.
5. Die Mitgliederversammlung beschließt erforderlichenfalls Änderungen der Satzung und entscheidet über die Auflösung des Vereins.
6. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Eine Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn 1/3 der Mitglieder die Einberufung schriftlich verlangt. Der Vorsitzende des Vorstandes bzw. einer seiner Stellvertreter hat zu den Mitgliederversammlungen mindestens 2 Wochen vorher schriftlich unter Angabe der Tagesordnung zu laden. Er, bzw. einer seiner Stellvertreter, leitet die Mitgliederversammlung.
7. Jede ordnungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
8. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Bei Wahlen und Berufungen findet das Meiststimmen-Verfahren Anwendung, erhalten mehrere Vorschläge die gleiche Stimmenzahl, so entscheidet das von dem Vorsitzenden zu ziehende Los.
9. Anträge für die Mitgliederversammlung müssen eine Woche vor der Versammlung beim Vorstand schriftlich eingereicht sein. Über Dringlichkeitsanträge kann beschlossen werden, wenn die Mehrheit der anwesenden Mitglieder die Dringlichkeit anerkennt.
10. Die Wahrnehmung des Stimmrechts ist nicht übertragbar.
11. Über die Mitgliederversammlung ist vom Schriftführer eine Niederschrift anzufertigen, die mindestens das Beratungsergebnis festhalten muss. Die Niederschrift ist vom Schriftführer und vom Vorsitzenden, bzw. einem seiner Stellvertreter, zu unterzeichnen.

§ 8 Der Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Schatzmeister und bis zu 8 Beisitzern. Die Position eines stellvertretenden Vorsitzenden wird durch einen Vertreter der Stiftung Bauhaus Dessau wahrgenommen. Er wird nicht durch die Mitgliederversammlung gewählt, sondern nimmt diese Position Kraft Amtes ein.
2. Der Vorstand wird mit Ausnahme des unter § 8 Abs. 1 Satz 2 genannten stellvertretenden Vorsitzenden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit für die Dauer von zwei Geschäftsjahren gewählt. Er bleibt solange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt. Scheidet ein Mitglied während der Amtsperiode vorzeitig aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes. Eine wiederholte Wahl von Vorstandsmitgliedern ist möglich.
3. Der geschäftsführende Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, die stellvertretenden Vorsitzenden, der Schriftführer und der Schatzmeister.
4. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, darunter der Vorsitzende oder einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden, vertreten.
5. Der Vorstand wird durch die Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Erfolgt die Wahl nicht rechtzeitig, so bleiben die bisherigen Vorstandsmitglieder bis zur nächsten Wahl im Amt.
6. Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben: Der Vorstand führt die Geschäfte auf der Grundlage dieser Satzung, verfügt über die Finanzmittel und das Vermögen. Er ist der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig. Er bereitet die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gem. § 8 vor.
7. Der Vorstand ist bei Anwesenheit von mehr als der Hälfte seiner Mitglieder beschlussfähig.
8. Der Vorstand beschließt mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende, in Abwesenheit seine Stellvertreter.
9. Sitzungen des Vorstandes finden nach Bedarf mindestens zweimal im Jahr statt. Eine Vorstandssitzung ist unverzüglich einzuberufen, wenn dies mindestens 1/3 der Vorstandsmitglieder beantragt.

§ 9 Ausschüsse

1. Der Vorstand kann Fachausschüsse für einzelne Aufgaben berufen.
2. In diese Fachausschüsse können auch Personen berufen werden, die nicht Mitglieder des Vereins sind.

§ 10 Rechnungsprüfung

1. Die Jahresrechnung des Vorstandes ist durch 2 von der Mitgliederversammlung zu wählende Rechnungsprüfer zu prüfen, die nicht dem Vorstand angehören dürfen.
2. Die Rechnungsprüfer haben der Mitgliederversammlung über das Ergebnis zu berichten.

§ 11 Haftung

1. Die Ziele und Aufgaben sind durch den Vorstand und die Mitgliederversammlung so zu verwirklichen, dass die Interessen der Einzelmitglieder gewahrt und die berechtigten Interessen Dritter nicht verletzt werden.
2. Mitglieder des Vorstandes oder in ihrem Auftrag handelnde Personen, die ihre Befugnisse überschreiten, sind dem Verein für ein dadurch entstandenen Schaden verantwortlich. Der Verein haftet mit seinem Vermögen.
3. Die Mitglieder des Vorstandes oder die in seinem Auftrag handelnden Personen haften nicht mit ihrem Vermögen für Ansprüche gegen den Verein.

§ 12 Satzungsänderung

1. Beschlüsse der Mitglieder über Satzungsänderungen bedürfen einer Stimmenmehrheit von 2/3 der erschienenen Mitglieder.

§ 13 Die Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins kann nur von einer zu diesem Zweck besonders einberufenen Mitgliederversammlung erfolgen. Bei dieser müssen 2/3 der Mitglieder anwesend sein. Die Auflösung erfordert eine Mehrheit von 2/3 der anwesenden Stimmen. Im Falle der Beschlussunfähigkeit entscheidet nach nochmaliger Einberufung, ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen, die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.
2. Nach beschlossener Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt nach Abzug aller Kosten, Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten das Vermögen des Vereins an die Stiftung Meisterhäuser Dessau.

§ 14 Schlussbestimmungen

Die vorstehende Satzung wurde auf der Gründungsversammlung vom 06.03.2006 errichtet und auf der Mitgliederversammlung am 23.04.2014 in der vorliegenden Form geändert.